Wieder auf die Spur zurückfinden

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Fehlt Ihnen eine klare Sicht auf die Dinge? Oder fragen Sie sich derzeit, warum etwas nicht funktioniert? Oft grübeln wir lange und auch unnötig über Dinge nach, die nicht laufen, wie gewünscht.  Oder wir kommen in eine gänzlich falsche Richtung. Um wieder auf die Spur zurückzukommen, können strukturierte Fragen helfen, wieder einen Fokus und Sinn auf so manche Dinge zu erhalten:

1. Was haben Sie in Ihrem Leben richtig gut gemeistert?

Das ist kein übertriebenes Selbstlob, sondern die Frage zu den eigenen Stärken. Was wir richtig gut gemeistert haben, darauf sind wir stolz und können daraus für andere Dinge schöpfen. Neben den größeren Entscheidungen lohnt es sich auch mal, die “Kleinigkeiten” anzuschauen – auch hier können wir positive Dinge finden, die uns nachhaltig positiv fördern können.

2. Was hätten Sie bisher besser machen können?

Warum haben Sie das so gemacht? Neben all den Punktlandungen zur ersten Frage gibt es auch Dinge, die besser hätten laufen können. Welche Dinge sind das? Und was war der Grund oder die Gründe, warum es nicht zum gewünschten Ziel geführt hat? Nicht alle Dinge können wir beeinflussen, doch haben wir eigenverantwortlich einen großen Anteil an der erfolgreichen Bewältigung von Aufgaben und unserer Haltung dazu. Hier hilft Ehrlichkeit und sachliche Selbstreflexion, keine unnötige Selbstkritik!

3. Wie viel näher sind Sie in der letzten Zeit Ihren Zielen näher gekommen?

Wir haben unsere Werte und Ziele und wollen ihnen näher kommen. Es gibt unterschiedlichste Gründe dafür, weshalb wir sie vielleicht nicht mehr direkt im Fokus haben und stattdessen im Alltagstrott den roten Faden verlieren. Ab und an hilft eine Retrospektive auf die letzte Zeit und zu überprüfen, worin die Zeit “investiert” wurde. Einlenken geht immer!

4. Woran hatten Sie die größte Freude?

Wir suchen nach etwas, was uns nachhaltig ausfüllt. Darin können wir gar unsere Stärken, Ziele und Träume ausleben (Fragen 1 und 3…). Also: Was hat Ihnen besonders Freude bereitet? War das nur ein kurzer “Flow” oder wirklich das Gefühl nach innerer Erfüllung? Dann ist das der richtige Weg. Hilfreich: Wie können Sie einen Teil dieser Freude in andere Aufgaben oder Bereiche übertragen?

Komplexität begegnen

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Nicht zuletzt durch die Vielzahl an medialen Angeboten erscheint uns das Leben stetig komplexer und wir erhalten den Eindruck, mehr und mehr „müssen müssen“. Es wird uns immer schwerer fallen dürfen, „den“ richtigen Weg zu finden. Wir laufen Gefahr, von der Selbstbestimmung zur Fremdbestimmung zu kommen, weil wir verlernen, unserem Instinkt zu vertrauen.

Das bedeutet nicht, dass wir mit unserem Instinkt alle Antworten auf neue Situationen und Dinge haben, die wir mit dem Verstand nicht erklären können – sprich das Wissen haben, um einer Situation aktiv zu begegnen.

Doch kann es bedeuten, auf unseren Instinkt zu hören, uns auf unser Bauchgefühl zu verlassen. In einer hektischen Welt, in der schnelle Entscheidungen getroffen werden müssen, ist das esentieller und hilfreicher denn je.

Wir kommen nicht um alles herum. Doch können wir uns eine einfache Frage stellen: „Wie ist mein Gefühl bei dieser Sache?“ – „Tut mir das gut?“ – Wenn ich jetzt kein sicheres Gefühl habe, ist vielleicht einfach noch nicht der richtige Zeitpunkt, um eine Entscheidung zu treffen. Es bedarf also der Kultivierung von Geduld, um so manches aushalten – oder unter anderem Blickwinkel: annehmen zu können.

Von der Tiefe des Lebens

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Der Mensch fragt sich: „Was ist das Leben?“ Gar fragt er sich in fortgeschrittenem Alter: „Ist das alles?“ Eine tiefe Sehnsucht macht ihm bewusst, dass es noch mehr gibt als Arbeiten, Essen und Schlafen. Die Antwort auf das, was es da gibt, liegt tief in ihm verborgen.

Dort befindet sich eine Tür zur Einweihung in eine erweiterte Welt. Jeder Mensch, der aus innerem Trieb danach sucht, kann diese Tür öffnen. Dann beginnt ein ganz individueller Weg, der zu einer grundlegenden inneren Umkehr führen kann. Auf diesem Pfad lässt der Mensch möglicherweise sein altes Wesen zurück.

Suchen wir nach einer Tiefe des Lebens, so sind wir doch sogleich beim Sinn des Lebens. Was treibt uns an? Was können wir erreichen? Wollen wir überhaupt mehr erreichen?

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Ein Wertekanon.

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Wir wissen, dass je nach Kultur das Gewicht, welches dem Einzelnen, der Gurppe, der Familie oder dem Staat beigemessen wird, unterschiedlich ist. Zwischen den individualistischen und kollektivistischen Kulturen gibt es Unterschiede. Bei letzterer spielt bspw. der Wert der untersten sozialen Einheit, wie die Familie oder die engste Organisation, in welcher man arbeitet, eine größere Rolle als persönliche Entwicklung oder Verwirklichung. Bei individualistischen Kulturen begegnet uns ein umgekehrtes Bild: Der einzelne Mensch mit seinem Streben nach Selbstbestimmung steht im Mittelpunkt  v. a. ökonomischer aber auch sozialer und politischer Bewegung.

In unserer (westlichen) Kultur sind diese individualistischen Werte stark ausgeprägt. Besonders durch die Aufklärung und den Überlegungen Kants, der Mensch solle sich seiner eigenen Mündigkeit bewusst werden, hat sich unsere Gesellschaft und Gemeinschaft entwickelt.

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Eigenschaften resilienter Menschen

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„Resilienz“ ist in den letzten Jahren mit in den Mittelpunkt der psychologischen und soziologischen Forschung gerückt. Viele Experimente und Studien gehen der Frage nach, was Menschen widerstandsfähiger gegen Belastungen von außen macht.

„Resilienz“ meint Widerstandsfähigkeit und kommt ursprünglich aus der Physik, in welcher damit die Kraft von Material beschrieben wird.

Widerstandsfähig? Resilienz ist eine ressourcenorientierte Betrachtung der psychischen und physischen Gesundheit eines Menschen wie auch nach seinem Umfeld. In Krisen oder Belastungszeiten können nicht nur unsere inneren, auch unsere äußeren Ressourcen untersützen uns dabei, diesen Belastungen widerstandsfähiger begegnen zu können.

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