Souveränität

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Schauen wir auf den Egoismus, so scheint ihm ein negatives Etikett anzuhaften. „Das Verhalten ist egoistisch!“ tönt es schnell, wenn ein Mensch vermeintlich nur an sich denken würde. Dabei ist Egoismus einerseits notwendig und andererseits auch gesund. Er bezieht sich auf unser Ego, welchem im Modell der Psyche eine wichtige Bedeutung zukommt: Unterscheiden wir zwischen Selbst, Ich und Ego, so ist das Selbst unser Innerstes, unsere angeborene und unveränderliche Identität, das, was wir tatsächlich sind. Das Ich ist das, was wir meinen was wir sind, unser Selbstbild, unsere Identität in der Interaktion mit anderen. Das Ego können wir als Konzept unseres Bewusstseins verstehen, mit welchem sich unser Ich in der Welt zurechtfinden möchte. Es entwickelt sich im Laufe unseres Lebens und handelt nach einem „Ich bin ich, Du bist du“, um das eigene Verhalten mit anderen zu ermöglichen. So wird deutlich, dass ein Ego immer bewusst handelt. So ist gesunder Egoismus als souveränes Handeln zu verstehen, die eigenen Interessen, Meinungen und das eigene Verhalten im Einklang mit anderen zu bringen und wenn nötig zu vertreten – wird unser Ich verletzt, so nimmt unser Ego eine Schutzfunktion ein, woraus sich dann ein als negativ zu verstehendes egoistisches Verhalten entwickeln kann.

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Kraft aus dem Inneren schöpfen

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Das Jahr neigt sich dem Ende und viele Menschen blicken nicht nur auf ihr eigenes, auch auf das vergangene Jahr für die Gesellschaft zurück. Vermeintlich ist die Welt noch volatiler und komplexer geworden. Was können wir tun? Wie können wir diesen Dingen, die wir doch oft kaum greifen können, begegnen? Weniges liegt in unserem direkten Einlfussbereich. Bei wenigen Dingen können wir tatsächlich selbst agieren. Doch ist dieser Weg wichtig, um unser Leben selbst gestalten zu können – gleich wie unsicher oder unbegreifbar die Welt im Außen sein mag. Um gerade wegen äußerer Umstände gut agieren zu können, ist eine entwickelte Kraft aus dem Inneren mehr als hilfreich.

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Wie ist das mit der Intuition?

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Stehen wir vor Entscheidungen, so können wir ihnen mit drei Bereichen unseres Körpers begegnen: Mit Kopf, Herz und dem Bauch.

Unsere Ratio im Kopf wird die umfassendste Analyse zu einer Situation vorhalten, wird doch unsere ganze Erfahrung und unser Können mit in eine Entscheidung einbezogen. Unser Bauchgefühl wird eher einen kurzen Impuls senden. Dieser Impuls ist nicht so umfangreich wie eine Analyse des Verstandes, führt aber sicherlich in eine gleiche Richtung. Unser Bauch kennt uns doch recht gut. Er ist mit seinem komplexen Nervensystem nicht zu unterschätzen. So „speichert“ er ebenso Erfahrungen und kann uns helfen, auf einem rechten Weg zu bleiben. Unser Herz steht zwischen Kopf und Bauch: Wir dürfen wir es als Mittler zwischen diesen beiden Polen betrachten.

Mit unserem Bauchgefühl handeln wir intuitiv. So meint Intuition auch die Kompetenz, eine Entscheidung ohne rationale Erwägungen der Gedanken zu treffen. In der Alltagssprache haben wir dafür viele Worte: „Aus dem Bauch heraus“, „Mich traf es wie ein Blitz“, „Mir ist ein Licht aufgegangen“… – Heute dürfen wir unserer Intuition wieder mehr vertrauen.

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Wieder auf die Spur zurückfinden

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Fehlt Ihnen eine klare Sicht auf die Dinge? Oder fragen Sie sich derzeit, warum etwas nicht funktioniert? Oft grübeln wir lange und auch unnötig über Dinge nach, die nicht laufen, wie gewünscht.  Oder wir kommen in eine gänzlich falsche Richtung. Um wieder auf die Spur zurückzukommen, können strukturierte Fragen helfen, wieder einen Fokus und Sinn auf so manche Dinge zu erhalten:

1. Was haben Sie in Ihrem Leben richtig gut gemeistert?

Das ist kein übertriebenes Selbstlob, sondern die Frage zu den eigenen Stärken. Was wir richtig gut gemeistert haben, darauf sind wir stolz und können daraus für andere Dinge schöpfen. Neben den größeren Entscheidungen lohnt es sich auch mal, die “Kleinigkeiten” anzuschauen – auch hier können wir positive Dinge finden, die uns nachhaltig positiv fördern können.

2. Was hätten Sie bisher besser machen können?

Warum haben Sie das so gemacht? Neben all den Punktlandungen zur ersten Frage gibt es auch Dinge, die besser hätten laufen können. Welche Dinge sind das? Und was war der Grund oder die Gründe, warum es nicht zum gewünschten Ziel geführt hat? Nicht alle Dinge können wir beeinflussen, doch haben wir eigenverantwortlich einen großen Anteil an der erfolgreichen Bewältigung von Aufgaben und unserer Haltung dazu. Hier hilft Ehrlichkeit und sachliche Selbstreflexion, keine unnötige Selbstkritik!

3. Wie viel näher sind Sie in der letzten Zeit Ihren Zielen näher gekommen?

Wir haben unsere Werte und Ziele und wollen ihnen näher kommen. Es gibt unterschiedlichste Gründe dafür, weshalb wir sie vielleicht nicht mehr direkt im Fokus haben und stattdessen im Alltagstrott den roten Faden verlieren. Ab und an hilft eine Retrospektive auf die letzte Zeit und zu überprüfen, worin die Zeit “investiert” wurde. Einlenken geht immer!

4. Woran hatten Sie die größte Freude?

Wir suchen nach etwas, was uns nachhaltig ausfüllt. Darin können wir gar unsere Stärken, Ziele und Träume ausleben (Fragen 1 und 3…). Also: Was hat Ihnen besonders Freude bereitet? War das nur ein kurzer “Flow” oder wirklich das Gefühl nach innerer Erfüllung? Dann ist das der richtige Weg. Hilfreich: Wie können Sie einen Teil dieser Freude in andere Aufgaben oder Bereiche übertragen?